Die neue Ausschreibung für den Wolfgang Hartmann Preis 2013 finden Sie unter dem entsprechenden Link unten auf der Seite.
Ferner ist dort auch der Grundriss des Kunstvereins Wilhelmshöhe Ettlingen einzusehen. Es wäre von Vorteil, diesen bereits in die Konzeption mit einzubeziehen.
Nachdem bisher die prämierten Ausstellungskonzepte thematisch orientiert - und als solche sehr überzeugend und gelungen - waren, würden wir es begrüßen, wenn vermehrt auch monographisch ausgerichtete Vorschläge eingereicht würden.
Die in der Ausschreibung genannte Altersbeschränkung wird nicht strikt begrenzend angewandt. Bei Bewerberinnen mit Kindern werden pro Kind jeweils zwei Jahre gutgeschrieben.
Allen Teilnehmerinnen und Teilnehmern wünschen wir Freude und gutes Gelingen bei den Ausarbeitungen.
Kuratorium Wolfgang Hartmann Preis
Aus insgesamt 28 Bewerbungen hat sich die Jury für die Prämierung des Ausstellungskonzeptes „(In)Visible Cities“ von Simone Kraft M.A. (Heidelberg) entschieden. Der Wolfgang Hartmann Preis 2011 wird am 30. September 2011 bei der Eröffnung der Ausstellung im Kunstverein Wilhelmshöhe Ettlingen verliehen.
Aus der Begründung der Jury:
„ ... Der Titel „(In)Visible Cities“ spielt auf die Tatsache an, dass man als Stadtbewohner die architektonische Umgebung, abgesehen von außergewöhnlichen Bauwerken, häufig kaum noch bewusst wahrnimmt. Das Konzept zielt darauf ab, den Blick für den gebauten urbanen Umraum und die ihn prägenden Strukturen wieder zu schärfen, vermittelt durch das Werk von vier ausgewählten Künstlerinnen und Künstlern und deren Bilder von „unsichtbaren Städten“.
Die Preisträgerin hat sich für vier Künstler entschieden, deren Arbeiten einander nach Meinung der Jury in hervorragender Weise ergänzen. Die Malerei von Stefan Hoenerloh thematisiert Architektur als menschenleere, phantastische, aber doch real oder eher surreal wirkende steinerne Struktur. Die streng geometrischen, in zurückhaltendem Grau gehaltenen "graphisch filigranen" Plastiken von Karl-Heinz Bogner geben eine modellhaft konkrete Vorstellung Architektur, indem sie an Gebäudeteile oder -fragmente erinnern. Die Fotografien von Johannes Twielemeier bringen die Dokumentation von Randbereichen des Architektonischen hinzu mit Blicken auf Orte, die von Menschen verlassen wurden. Von der Architektin und Künstlerin Annett Zinsmeister werden als Installation Projektionen von Plattenbauten gezeigt, deren modulare Konstruktion in neue Bildformen überführt ist.
Die Jury hat an dieser Konzeption besonders die Verbindung starker Einzelpositionen überzeugt, die subtil aufeinander bezogen sind, sich gegenseitig in ihrer Eigenart zur Geltung bringen und verstärken und in der geplanten Anordnung eigenständige Sicht- und Denkachsen eröffnen. ... Die Bewerberin ... hat konkrete und plausible Vorstellungen zur räumlichen Umsetzung im Kunstverein Ettlingen vorgelegt.
Die Behandlung von Architektur und Raumerfahrung – in mehreren anderen Bewerbungen ebenfalls vorgeschlagen – ist hier in besonders einleuchtender und erkenntnisträchtiger Weise umgesetzt, nicht nur als formales, sondern auch als soziales, die Befindlichkeit der Einzelperson in ihrem Lebensraum betreffendes Phänomen verstanden. ...“
Kunstverein Wilhelmshöhe Ettlingen
„(In)Visible Cities“- Karl-Heinz Bogner, Stefan Hoenerloh, Johannes Twielemeier, Annett Zinsmeister
Ausstellung: 1.10 - 6.11.2011
Eröffnung: 30.09.2011, 20 Uhr